In Myanmar sind immer noch die weitaus meisten Arbeitselefanten in ganz Südostasien im Einsatz. Über 5000 der grauen Riesen helfen landesweit bei der Abholzung der letzten Wälder. Die Hälfte davon im Staatdienst, die andere Hälfte in privater Hand. Im neuen Biosphärenreservat Indawgyi-See sind eine unbekannte Zahl von privat gehaltenen Elefanten in illegalen Holzeinschlag verwickelt.

Um einen ersten Schritt zur Lösung des Problems zu wagen haben wir im November 2017 eine erste Aktion zur Registrierung der Arbeitselefanten im Reservat durchgeführt. Langfristig soll der illegale Holzeinschlag mit Arbeitselefanten unterbunden werden und die Tiere in eine Tätigkeit im Ökotourismus integriert werden.

Die Idee der Aktion war, den Elefanten-Besitzern einen kostenlosen Gesundheits-Check ihres Elefanten anzubieten und im Gegenzug den Elefanten bei der Schutzgebietsverwaltung registrieren zu lassen. Dazu kam ein Team aus erfahrenen Tierärzten von der Akademie für Zoo- und Wildtierschutz aus München nach Myanmar.

Es konnten insgesamt 34 Elefanten untersucht werden. Alle wurden parasitologisch untersucht, Wunden und Abszesse behandelt, Blutproben entnommen und 25 Tiere konnten mit einem unter die Haut gepflanzten Mikrochip auf Lebenszeit gekennzeichnet werden.

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