Chances for Nature in Madagaskar

Umweltbildung, Forschung und Entwicklung

Seit 88 Millionen Jahren isoliert vom Rest der Welt hat sich in Madagaskar eine unvergleichliche Vielfalt an Tieren und Pflanzen entwickelt, die sonst nirgendwo auf der Welt zu bestaunen ist. Brandrodung, Abbau von Bodenschätzen, illegale Jagd auf bedrohte Tierarten oder illegaler Handel mit den Selbigen bedrohen die letzten natürlichen Lebensräume Madagaskars und  die einzigartige Flora & Fauna. Chances for Nature engagiert sich mit verschiedenen Projekten im Bereich Umweltbildung, nachhaltige Ressourcennutzung und Artenschutz.

Projekte

Umweltbildung und Sensibilisierung

Mobiles Umweltkino

Neue Techniken für die Landwirtschaft verbreiten. Den Menschen etwas über Ihr eigenes Land und die Natur vermitteln. Wie kann man das am einfachsten gleichzeitig für viele Menschen tun? Richtig. Mit Fernsehen. Aber was tun, wenn  niemand einen Fernseher hat, bzw. auch gar kein Strom für einen Fernseher vorhanden ist?

Environmental education and awareness in Madagascar

Mobiles Umweltkino

Die Lösung: Ein fahrradbetriebenes Kino. Ein Kino, welches nur durch Menschenkraft angetrieben wird und klein genug ist, um überall hin mitgenommen zu werden.

Seit ca. 2 Jahren verbreiten wir Wissen und sensibilisieren die Bevölkerung mit unserem mobilen Kino, verstärkt in der Region Menabe im Westen Madagaskars, aber auch in anderen Regionen der Insel. Thematisch behandeln wir dabei unterschiedliche Bereiche, und vermitteln z.B. ökologische Zusammenhänge, nachhaltige Techniken der Landwirtschaft, aber auch Themen wie Familienplanung und Müllverwertung.

Hazo tokana tsy mba ala! Ein Baum ist kein Wald

Ein Umweltbildungsfilm auf Madagassisch

Mit dem Start des Umwelt-Kinos in Madagaskar wurde ein Umweltfilm in der madagassischen Landessprache erstellt. Dieser zeigt verschiedene nachhaltige Techniken, wie zum Beispiel die Benutzung und Herstellung ökologischer Öfen oder die Aufzucht von Fischen in Reisfeldern. Die Beispiele werden von anderen Madagassen, die diese Techniken schon erfolgreich bei sich anwenden, demonstriert und so an die Bevölkerung weitergegeben. Darüber hinaus erklärt der Film die Einzigartigkeit der madagassischen Fauna und Flora in der Welt und ruft die Bevölkerung zum Umdenken auf. Der Film wurde 2013 komplett in der Landessprache Madagassisch gedreht. Der Name des Films „Hazo tokana tsy mba ala“ bedeutet wörtlich übersetzt „Ein Baum ist kein Wald“. Der Text ist ebenfalls ein madagassisches Sprichwort und bedeutet sinnbildlich „Nur zusammen sind wir stark und können etwas erreichen!“.


Bilderserie des Umweltkinos

 

Spielerisch den Wert der Natur an Kinder vermitteln

Ein Kartenspiel über die Tiere Madagaskars verbreitet viel Freude bei Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig lernen die Kindern die Tiere Madagaskars kennen, die so besonders für die Insel sind. Dies ist nicht selbstverständlich. Moderne Schulmaterialien und Lernspiele sind sehr selten in Madagaskar und viele Kinder in Madagaskar wissen sehr wenig über die einmalige Tierwelt ihrer Heimat. Wir suchen aktuell noch Förderer für dieses Projekt, um die Auflage des Spiels zu erhöhen.

FatanaMitsisty_cfn_MM

Marinette Razafindrasoa erklärt den Unterschied zwischen den ökologischen (links) und traditionellen (rechts) Öfen. Foto: MM

Projekt: Ökologische Öfen

Aufbau von Kompetenzen

Die nachhaltigen Praktiken, die im Rahmen unserer Maßnahmen zur Umweltbildung und Bewusstseinsbildung angesprochen werden, wollen wir anschließend natürlich auch in der Bevölkerung praktisch verbreiten. Dies passiert in Rahmen von Workshops. Eine Thema welches wir dabei behandeln ist die Herstellung von ökologischen Öfen, genannt Fatana Mitsitsy. Diese Öfen sparen bis zu zwei Drittel an Holz oder Holzkohle gegenüber traditionellen Kochstellen. Da die meisten Haushalte in Madagaskar immer noch mit Holz oder Holzkohle kochen, leistet die Einführung solcher Öfen einen Beitrag zum Schutz der noch bestehenden Wälder. Leider sind Sie immer noch nicht flächendeckend verbreitet in Madagaskar. Das wollen wir ändern und machen Werbung für die Benutzung und Schulungen zur Herstellung dieser Öfen.


Was ist ein Fatana Mitsitsy
Fatana Mitsitsy

Links ein Fatana Mitsitsy, Rechts traditionelle Ofenvarianten

Fatana Mitsitsy bedeutet auf Deutsch sparsamer Ofen. Ein normaler Ofen in Madagaskar besteht entweder aus einem dünnen Blech oder auch nur aus drei Steinen zwischen denen ein Feuer angezündet wird. Fatana Mitsitsys haben eine isolierende Hülle und gleichzeitig eine effektivere Sauerstoffzufuhr. Dadurch verbrennt das Holz oder die Holzkohle langsamer und vollständig. Dies hat zwei Effekte. Zum einen spart man Brennmaterial bei jedem Kochvorgang. Zum anderen entsteht durch die vollständige Verbrennung bei geregelter Sauerstoffzufuhr deutlich weniger schädliches Kohlenmonoxid. Somit sind die Öfen gesünder und billiger für ihre Benutzer, zeitgleich besser für die Umwelt und gehen trotzdem mit der traditionellen Kochweise der Madagassen einher.


Fotos von den Workshops „Bau Ökologischer Ofen“

Projekt: Fosa-Artenschutz

Konflikt zwischen Mensch und Fosa
Fosa

Fosa – Foto: MM

Die Fosa (syn. Fossa; Cryptoprocta ferox) ist das größte Raubtier Madagaskars. Das Zusammenleben der Schleichkatzen aus der Familie der Eupleridae und der Bevölkerung verläuft leider nicht immer ohne Probleme. Das natürliche Habitat der Fosa schwindet zunehmend und die Tiere gehen mehr und mehr auf die Suche nach leichter Beute in die Dörfer und jagen die Hühner der Dorfbewohner. Die Konsequenz ist, dass die Dorfbewohner die Fosa töten um ihre Hühner und Gänse zu schützen. Um dem Konflikt zwischen Tier und Mensch entgegenzuwirken, wollen wir den Dorfbewohnern helfen, geeignete Lösungen zu finden, den Konflikt zu entschärfen. Gleichzeitig sensibilisieren wir die Dorfbewohner für ein friedliches Zusammenleben mit der Fosa und vermitteln die ökologische Relevanz eines Fleischfresser für ein funktionierendes Ökosystem. In der Region Menabe ist die Fosa außerdem eine große Touristenattraktion und lockt daher jedes Jahr viele Besucher in die Region Menabe. Von den Touristen müssen langfristig aber auch die umliegenden Gemeinden profitieren, denn nur dann sehen sie einen Mehrwert darin, ihre Heimat mit der Fosa zu teilen.

Zusammen mit dem Fossa Fond des Zoo Duisburgs haben wir ein Projekt zum Schutz der Fosa gestartet, um den Konflikt zwischen den Raubtieren und den Menschen in Zentral-Menabe zu evaluieren und zu entschärfen.

Maßnahmen und Aktivitäten im Fosaprojekt sind:

  • Umweltbildung
  • Erfassung von Populationsdaten und Evaluierung des Konfliktpotentials
  • Experimente zur Abschreckung der Fosa von domestizierten Tieren
  • Habitatschutz
  • Verbesserung der Geflügelzucht

Bilder zum Fosaprojekt

Madagaskar

Madagaskar ist…

mit einer Länge von 1580 km und einer Breite von 580 km die viertgrößte Insel der Erde und hat weit mehr zu bieten als pestverseuchte Küsten („Wir lagen vor Madagaskar…“) und irrwitzige Zeichentrick-Äffchen. Heute liegt die subtropische Insel 400 km entfernt vom afrikanischem Festland, nachdem sie sich vor ca. 80 Millionen Jahren durch Kontinentalbewegungen vom afrikanischen Festland und dem heutigen Indien getrennt hat. Diese räumliche Isolation und verschiedene extreme klimatische Vorkommnisse ließen Madagaskar eine einmalige Entwicklung durchlaufen, welche zu einer beeindruckenden Tier- und Pflanzenvielfalt führte. Rund 90% aller Tier- und Pflanzenarten kommen nur auf dieser Insel und nirgendwo sonst auf der Welt vor. Die wohl bekanntesten und berühmtesten Vertreter unter ihnen sind die Lemuren, eine ganze Familie von ursprünglichen Primaten, die einzig und allein auf Madagaskar lebt.


Seit der Besiedlung des Menschen…

…vor ungefähr 2000 Jahren hat die ehemals „grüne Insel“ vermutlich mehr als 90% seiner Waldflächen verloren. Dieser Verlust führte zu drastischer Bodenerosion, welche Madagaskars Flüsse tiefrot färbt und der wachsenden Bevölkerung das saubere Trinkwasser nimmt. Die ausgewaschenen Böden sind außerdem arm an Mineralien und somit schon nach kurzer Zeit nicht mehr für den Ackerbau zu gebrauchen. Dies führt wiederum dazu, dass weitere Waldflächen gerodet und landwirtschaftlich genutzt werden. Seit 2009 geht es auch politisch leider immer weiter bergab. Den Menschen geht es schlechter als je zuvor und die Kriminalität, darunter auch die Fällung wertvoller Tropenhölzer und das Jagen stark bedrohter Arten nimmt neue Ausmaße an. 90% aller Lemurenarten sind heute vom Aussterben bedroht. Damit sind sie die am stärksten bedrohte Säugetiergruppe der Welt. Verliert Madagaskar eine Pflanzen- oder Tierart, so geht sie sehr wahrscheinlich für die gesamte Welt verloren.

Biodiversität

Eine einzigartige Flora & Fauna

Fingertier

Auf Madagaskar werden jedes Jahr noch unzählige neue Tier- und Pflanzenarten beschrieben. Die Gefahr ist groß, dass wir diese neuen Arten nie genauer kennenlernen werden, da ihre Lebensräume schon während ihrer Entdeckung stark bedroht sind. Madagaskars Tiere und Pflanzen sind  außerdem eng in die madagassische Mythologie und in viele Taboos (Fady) eingebunden.

Lemuren- Geister des Waldes

Indri

Indri – Foto MM

Vor etwa 65 Millionen Jahren landete auf Madagaskar ein ganz besonderes Treibgut, das sich im Laufe der Evolution zu einer der diversesten Gruppen der Primaten entwickelte, die es derzeit auf diesem Planeten gibt. Das ist zumindest die bisher wahrscheinlichste Erklärung wie die Lemuren nach der Isolation Madagaskars von allen anderen Landmassen den Kanal von Mozambique überquerten

Microcebus berthae

Madame Berthe’s Mauseaki – Der kleinste Primat der Welt – Foto: MM

und Madagaskar besiedelten. Wahrscheinlich hat dieser Vorfahre aller Lemuren diese Überfahrt oder –drift nur überstanden, weil er wie einige heute lebenden, nachtaktiven Arten die Fähigkeit besaß, „Winterschlaf“ zu halten. Der Name der madagassischen Primaten, Lemuren, wurde vom Naturforscher Carl von Linné geprägt, der dem Lateinischen entspringt und bei den Römern die Geister der Verstorbenen bezeichnete. Interessanterweise deckt sich dieser Name mit dem Glauben vieler Madagassen, die in manchen Lemuren die Wiedergeburt ihrer Ahnen sehen, wie zum Beispiel in dem größten aller heute lebenden Lemuren, dem Indri. Solche Erzählungen führen oft zu lokalen Tabus (Fadys), die die Jagd dieser Art verbieten. Zu anderen Arten gibt es regional Geschichten, in denen die Lemuren z.B. Menschen vor Übergriffen feindlicher Stämme gewarnt haben sollen. Leider stellt man zunehmend fest, dass diese Tabus immer weniger beachtet werden. Dies liegt wahrscheinlich auch an der immer schlechter werdenden Lebenssituation vieler Madagassen. Eine Mahlzeit ist dann eben doch mehr Wert als ein alte Geschichte.

Reptilien - Von wechselhaften Charakteren, Gefahr von oben und Meistern der Camouflage

Brookesia

Mini Chamäleon – Foto: MM

Mit > 370 verschiedenen beschriebenen Arten, von denen >90% endemisch sind, würde Madagaskar mit Leichtigkeit einen Platz in der Liste der Top10 mit der höchsten Reptilienvielfalt einnehmen. Wohl jede Familie dieser Gruppe kann auf Madagaskar mindestens einen Vertreter vorweisen, der kaum spektakulärer sein könnte. Die Chamäleons warten mit gleich zwei Beispielen auf. So findet man auf Madagaskar neben dem größten Chamäleon der Welt, dem Riesen-Chamäleon (Furcifer oustaletti), deren Männchen eine Gesamtlänge von bis zu 81 cm erreichen, gleichzeitig auch das kleinste der Welt, ein Stummelschwanzchamäleon mit dem Artnamen Brookesia micra, das es auf eine Gesamtlänge von sage und schreibe 29mm bringt. Das Ansehen von Chamäleons variiert je nach Region. Während einige madagassische Sprichwörter das Chamäleon als klug achten, weil es je ein Auge nach hinten (in die Vergangenheit) und eines nach vorn (in die Zukunft) richten kann, werden sie in anderen Regionen aufgrund ihrer Fähigkeit, die Körperfärbung zu variieren, als unbeständige, nicht vertrauenswürdige Charaktere gemieden.

Blattnasennatter

Blattnasennatter – Foto: MM

Auch Schlangen besitzen einen eher schlechten Ruf und das obwohl es bisher keine dokumentierten Fälle eines tödlichen oder lebensbedrohlichen Schlangenbisses von Madagaskar gibt (eine Ausnahme bilden Seeschlangen, die sporadisch an der Küste gesichtet werden). Vielen Madagassen bereitet aber nicht ein möglicher Biss sorgen, sondern vielmehr die speerartige Körperform. Blattnasennattern (wie z.B. Langaha madagascariensis) gelten zum Beispiel als berüchtigt sich von einem Baum kopfüber auf vorbeigehende Menschen und Zebus zu stürzen, um deren Kopf zu durchbohren.

Plattschwanzgeckos (Gattung Uroplatus) dagegen sind nicht auf Blut, sondern auf Seelen aus. Um diese zu bekommen, haften sich diese bizarr anmutenden Geschöpfe an Menschen an, wo sie angeblich nur noch mit Rasierklingen zu entfernen sind. Gelingt es nicht, entschwindet das Tier nach einem Tag mit der Seele des betreffenden Menschen. Wofür die Plattschwanzgeckos jedoch wirklich gerühmt werden können, ist ihre bis zur Perfektion getriebene Mimese, ihre Meisterschaft der Tarnung. Farbmuster, Hautlappen und der abgeflachte Schwanz lassen diese Tiere mit ihrer Umgebung förmlich verschmelzen.

Baobabs – Renala, Königin des Waldes:

Baobab

Baobab – Foto: MM

Mag man afrikanischen und madagassischen Geschichten glauben, verdanken Baobabs (Gattung Adansonia) ihr seltsames Aussehen ihrer schier unendlichen Einbildung auf ihre einstige Schönheit. Der Arroganz überdrüssig, bestrafte Gott die „Königin des Waldes“ (madagassisch: Renala, ren=Königin, ala=Wald) und steckte sie einfach kopfüber in den Boden, so dass das, was heute Äste sind, eigentlich die Wurzeln des Baum waren. Baobabs finden sich auf dem australischen und afrikanischen Kontinent und auf Madagaskar, wobei sechs der acht bekannten Arten ausschließlich auf Madagaskar vom Norden entlang der Westküste bis in den Süden der Insel vorkommen. Ist man in Madagaskar unterwegs, sind Baobabs an vielen Orten die einzigen Bäume, die von der ehemaligen Vegetation übrig geblieben sind – aus einem simplen Grund. Das Holz des gewaltigen Stammes ist sehr schwammig und enthält große Poren, die dem Speichern von Wasser dienen. Das führt einerseits dazu, dass der Stamm als Baumaterial ungeeignet ist und andererseits, dass die Riesen Brandrodungen überstehen. Doch auch Baobabs können sich dem anthropogenen Einfluss nicht ewig widersetzen. Meist fallen die Riesen wegen ihres schwachen Wurzelwerks um oder sterben nach wiederholten Feuern irgendwann ab.

Vögel – Und der König der Tiere

Madagaskar besitzt 242 Vogelarten, von denen 106 Arten nur auf dieser Insel vorkommen. Einst gab es dort sogar riesige flugunfähige Vögel. Der größte (Aepyornis) wog über 500kg und wurde über 3m hoch. Diese

Drongo

Drongo

Elefantenvögel starben in jüngster Geschichte durch menschliche Jagd und Verlust ihres Lebensraums aus. Ungefähr 15 % der Vogelarten in Madagaskar sind bedroht, besonders Wasser – und Bodenvögel. Spitzenreiter unter ihnen sind der Madagaskar-Seeadler (Haliaeetus vociferoides) und die Madagaskar-Moorente (Aythya innotata), deren Gesamtbestand auf weniger als 50 Individuen geschätzt wird.

Ein Meister der Stimmenimitation ist der Gabeldrongo (Dicrurus forficatus). Ihm wird nachgesagt, die Bewohner im Osten einst vor einem Piratenangriff gerettet und zum Rückzug bewegt zu haben, indem er die Piraten durch Imitation eines schreienden Babys in die Irre führte. Deshalb gilt es als fady einen Drongo zu töten. Eine andere Geschichte besagt, wie der Drongo zum König der Tiere wurde: Vor langer Zeit gab es auf Madagaskar ein großes Feuer, das alles zu verzehren drohte. Die Fledermäuse waren diejenigen, die sich daran machten, das Feuer zu löschen. Als das Feuer schon fast gelöscht war, bestäubte sich der Drongo mit der Asche und sagte zu Gott: „Sieh, was ich gemacht habe!“ Und Gott ernannte den Drongo zum König der Tiere, obwohl dieser nichts getan hatte. Die Fledermäuse waren darüber natürlich furchtbar wütend und beschlossen, von diesem Tag an kopfüber zu schlafen.

Verbesserte Geflügelzucht und Schutz vor Raubtieren

Traditionell werden die Hühner in Madagaskar weder regelmäßig mit Nahrung der Wasser noch medizinisch versorgt. Die Vorteile der  traditionellen Hühnerhaltung sind sehr überschaubar. Die Hühner wachsen nur langsam und sind regelmäßig von Krankheiten betroffen. Die Verbesserung der Geflügelzucht soll zu alternativen Einkommen für die Familien beitragen. Die Hühner können gleichzeitig als zusätzliche Proteinquelle dienen, um die Jagd auf bedrohte Arten in der Region zu verringern. Ein Workshop zur Geflügelzucht fand dazu im September 2016 statt, bei dem die Teilnehmer in moderner Hühnerhaltung unterrichtet wurden. Um die modernen Haltungsmethoden möglichst schnell und effektiv in die Praxis umzusetzen, wurde eine lokale Vereinigung namens „Fitaratra“ (Spiegel) gegründet. Mehrere Familien teilen sich nun zunächst einen neu erbauten Hühnerstall, der gleichzeitig guten Schutz vor Raubtieren, wie der Fossa, bietet. Chances for Nature unterstützt die junge Vereinigung bei der Umsetzung ihrer Ziele und Vorhaben.