Indawgyi-See

 

Der Indawgyi-See ist einer der größten Süßwasserseen Südostasiens. 

Wo wir arbeiten

Biosphärenreservat Indawgyi-See

Das Projektgebiet umfasst die Gegend rings um den Indawygi-See im Norden Myanmars (Bundesstaat Kachin). Der Indawgyi-See und die Wälder der angrenzenden Berge sind seit Oktober 2017 als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt, das einerseits die natürlichen Ressourcen schützen, andererseits aber auch eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der ansässigen Bevölkerung ermöglichen soll. 

 

 

 

 

Biosphärenreservat Indawgyi-See

Die weiße Linie zeigt die Abgrenzung des Biosphärenreservates Indawgyi-See. Die Kernzone, das Indawgyi Wildlife Sanctuary, ist durch die rote Linie illustriert.

Über Indawgyi 

Tiere & Pflanzen

Der Indawgyi-See ist einer der größten Süßwasserseen Südostasiens. Wichtige Lebensräume rund um den See sind ausgedehnte Graslandschaften und Regenwälder an den umgebenden Berghängen. Der See umfasst nicht nur wichtige Habitate, sondern ist auch Heimat einer einzigartigen Fischfauna. Zahlreiche Saruskraniche, Graupelikane, Wollhals- und Klaffschnabelstörche, sowie mehrere kritisch bedrohte Geierarten bewohnen die um den See gelegenen Gebiete. In den angrenzenden Wäldern leben seltene Affen, wie Östliche Weißbrauen-Gibbons und Shortridge-Languren, sowie Gaur, Kragenbär und Nebelparder.

 

Gefährdetes Wappentier

Saruskranich

Der Saruskranich ist das Wappentier des Biosphärenreservats und kann häufig beim Fressen auf den Reisfeldern beobachtet werden.

Gesundheitspolizei

Geier

Das Biosphärenreservat ist eine von zwei verbliebenen Landschaften in Myanmar, in denen noch Geier leben. Die asiatischen Geier haben einen Rückgang von über 90% in den letzten 20 Jahren erlitten. Am Indawgyi-See gibt es vier verschiedene Arten, die als Aasfresser eine wichtige Rolle im Ökosystem übernehmen.

Seltene Primaten

Gibbons, Languren & Co 

Neben einer großen Population von Östlichen Weißbrauen-Gibbons und vier Makaken-Arten leben in den Wäldern die stark gefährdeten und kaum bekannten Shortridge-Languren, beeindruckende silbergraue Primaten mit goldenen Augen.

Wichtiges Refugium

Zugvögel

Der See liegt auf einer der wichtigsten Zugvogel-Routen zwischen Sibirien und Südost-Asien/Australien. Jedes Jahr kommen Zehntausende Gänse, Enten, Kraniche, Störche und Amurfalken zu Besuch.

Scheue Graslandbewohner

Schweinshirsch

Entlang der nördlichen Zuflüsse des Sees gibt es eine der letzten Populationen der kleinen Schweinshirsche in Myanmar. Diese Tiere sind auf Graslandschaften angewiesen und besonders schwer von Lebensraumverlust betroffen.

 

Nur im Indawgyi-See

Endemische Fische

Sechs endemische Fischarten (Barben- und Schmerlenarten) konnten unter den über 100 Fischarten des Sees nachgewiesen werden, darunter einige bislang völlig unbekannte Arten.

Über INDawgyi

Mensch & Natur

Rings um den Indawgyi-See leben 50375 Menschen in etwa 7620 Haushalten, die sich auf 36 Dorfgemeinschaften verteilen. Die Menschen gehören überwiegend den ethnischen Gruppen der Shan Ni, Kachin und zu einem geringeren Anteil Bamar an. 

Die Menschen um den See hängen aufgrund der isolierten Lage vollständig von den natürlichen Ressourcen des Sees und der umliegenden Wälder, sowie einer einwandfreien Wasserqualität des Sees und der ihn speisenden Zuflüsse ab. 

Das Ökosystem ist aber durch Überfischung, illegale Goldminen in den Zuflüssen des Sees, Verschmutzung durch Abwässer und Müll der am See gelegenen Haushalte sowie Nährstoffeintrag durch die umliegende Landwirtschaft einer wachsenden Bedrohung ausgesetzt. Die Wälder sind von Holzeinschlag bedroht, Grasland durch illegale Landnahme für Ackerbau. Dies gefährdet die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort.

Reisanbau & Fischfang

Nachhaltig gestalten

Die Mehrheit der Bewohner am Indawgyi-See leben vom Reisanbau und vom Fischfang. Die nachhaltige Nutzung des Ökosystems ist ein wichtiger Teil des Konzeptes Biosphärenreservat der UNESCO.

Mehrfach wichtig

Biosphärenreservat

Das Biosphärenreservat erfüllt drei Funktionen:

  1. Erhaltung der Biodiversität und der kulturellen Vielfalt
  2. Wirtschaftliche Entwicklung, die soziokulturell und ökologisch nachhaltig ist
  3. Logistische Unterstützung, die die Entwicklung durch Forschung, Monitoring, Bildung und Ausbildung unterstützt.

Shwe Myintsu

Pagode

Die Shwe Myintsu-Pagode ist ein wichtiger kultureller und religiöser Anlaufpunkt für viele tausend Pilger. Während des jährlichen Pagodenfestivals besuchen bis zu 100.000 Menschen den Indawgyi-See und die schwimmende Shwe Myintsu-Pagode.

Projekte

CfN im Biosphärenreservat Indawgyi-See

Indawgyi Wetland Education Center

Das Indawgyi Wetland Education Center IWEC ist Zentrum und Anlaufpunkt für Bildung und nachhaltige Entwicklung. 

Mehr erfahren

Management von Arbeitselefanten

Am Indawgyi-See verbessern wir die Situation und den Alltag von Arbeitselefanten.

Mehr erfahren

 

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