Arakan-Berge

Das Arakan Yoma-Gebirge beherbergt das zweitgrößte zusammenhängende Tiefland-Regenwaldgebiet Myanmars. 

Wo wir arbeiten

Arakan Yoma-Gebirge

Arakan Yoma ist für seine Ökosystemdienstleistungen im Ayeyarwady-Becken von entscheidender Bedeutung. Die wichtige Wasserscheide versorgt Myanmars Trockenzone, die am stärksten vom Klimawandel betroffen ist, mit Wasser. Auf und zwischen den zerklüfteten Bergen wächst noch gut erhaltener Regenwald mit großer Artenvielfalt. Aufgrund der großen Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt in Myanmar soll es bald unter dem Namen Man River Wildlife Sanctuary unter Schutz gestellt werden. Gemeinsam mit den lokalen Gemeinden sollen verschiedene Schutzprojekte umgesetzt werden. Dafür arbeiten wir mit unseren Partnern vor Ort.

Über Arakan

Tiere & Pflanzen

Das Arakan Yoma-Gebirge ist eines der wichtigsten Gebiete für den Erhalt der Biodiversität Myanmars. Das schwer zugängliche Gebiet beherbergt zahlreiche global gefährdete Arten, so z.B eine der größten Population des gefährdeten Westlichen Weißbrauen-Gibbon, Schuppentiere, Phayre-Languren, Kragen- und Malaienbären, Rothunde und verschiedene Hornvögel.

Gefährdete Meistersinger

Gibbons

Die Arakan-Berge beherbergen eine große Population der stark bedrohten Westlichen Weißbrauen-Gibbons und sind eines der wichtigsten Gebiete für den Erhalt dieser charismatischen Art. In den frühen Morgenstunden erklingen ihre Gesänge über den Berggipfeln.

Geheimnisvoller Bergbewohner

Rote Seraus

Die Wälder an den Berghängen sind die Heimat des Roten Seraus. Dieser Verwandte der Ziegen und Gämsen ist äußerst selten und man weiß nur sehr wenig über Vorkommen und Verbreitung. Häufig sind sie Ziel von Schlingenjagd.

Samenverbreiter

Hornvögel

Die spektakulären Hornvögel haben eine wichtige Rolle bei der Samenverbreitung im Regenwald. In den Arakan-Bergen kommen mehrere Arten vor, unter anderem der seltene Braune Hornvogel.

Stark bejagt

Bären

Mit Kamerafallen konnte das Vorkommen von Malaienbären und Kragenbären nachgewiesen werden. Beide Bärenarten sind durch Lebensraumverlust und starke Bejagung für die Verwendung ihrer Körperteile in der traditionellen chinesischen Medizin aus vielen Südostasiens Gebieten verschwunden.

Über Arakan

Mensch & Natur

Das Projektgebiet befindet sich in einer der ärmsten Regionen Myanmars. Es gibt elf Dörfer, mit etwa 2.000 Einwohnern in der Umgebung, von denen vier in unmittelbarer Nähe des vorgeschlagenen Naturschutzgebiets liegen. Die lokalen Gemeinschaften gehören mehrheitlich zur ethnischen Minderheit der Chin, die auf Wanderfeldbau und Reisanbau im Hochland angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Mit einem Anstieg der menschlichen Bevölkerung hat sich der Anbauzyklus verkürzt, was zu einem Rückgang der Bodenfruchtbarkeit und damit zu einer Ausweitung der Flächen in den verbleibenden Primärwald geführt hat.

Bedrohte Lebensgrundlage

Gefährdeter Wald

Große Waldgebiete haben sich in eine fragmentierte Mosaiklandschaft mit Feldern, Sekundärvegetation verschiedener Altersstadien und Primärwald-Resten verwandelt. Dies führt langfristig zu einem Rückgang der Artenvielfalt und das bedroht das Überleben von baumlebenden Tieren wie Gibbons und Hornvögeln.

Entlegene Welten 

Leben in den Bergen

Die Dörfer liegen verstreut in den Bergen und sind teilweise nur schwer zugänglich. Lange Wanderungen in steilem Gelände sind an der Tagesordnung.

Auf dem Bild unten links zeigt ein Ranger Schulkindern, wie er die Gibbons im Wald zählt und beobachtet.

Alternativen gefragt

Kaffee

Zur nachhaltigen Sicherung der lokalen natürlichen Ressourcen und für einen dauerhaften Schutz des Waldes sind Alternativen zum Wanderfeldbau besonders wichtig. Wildtierfreundlich angebauter Kaffee kann eine Lösung dieses Problems sein.

Projekte

CfN in Arakan

Nachhaltiger Kaffeeanbau 

Wildtierfreundlicher Kaffee und Gibbonschutz.

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